ABGESCHLOSSENES PROJEKT
Es findet keine Förderung mehr durch das Bundesministerium statt.
Gegenwart Geschwisterlich Gestalten
Das Projekt „Muslimische Gemeinden bildeten Patenschaften“ unter dem Slogan „Gegenwart – Geschwisterlich – Gestalten“ des DITIB-Bundesverbandes richtete sich in erster Linie an Ehrenamtler aus den Moschee-Gemeinden, die mit Flüchtlingen und unbegleiteten Minderjährigen, welche als Mentees bezeichnet wurden, zusammenarbeiteten.
Unsere Motivation rührte daher, dass Menschen ihre Heimatländer aus Angst und Furcht verlassen mussten, wie bereits zur Zeit des Propheten Muhammed (sav). Damals wurden die Flüchtlinge (Muhadschirun) von den Einheimischen (Ansar) herzlich empfangen und aufgenommen. Nach diesem historischen Vorbild wollten wir den Flüchtlingen geschwisterlich zur Seite stehen.
Das Patenschaftsprojekt stellte eine Brücke zwischen den Herzen dar, die freiwillig Engagierte und Flüchtlinge auf besondere Weise zusammenbrachte und es den Flüchtlingen ermöglichte, in Deutschland Fuß zu fassen.
Mit diesem Projekt wollten wir geflüchtete Menschen nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ begleiten. Dadurch wurde eine schnellere Integration beziehungsweise Inklusion der Flüchtlinge in die Gesellschaft ermöglicht.
Die Unterstützung umfasste unter anderem:
- Alltagsbegleitung
- Begleitung zu Behördengängen, Arztbesuchen und Einkäufen
- Erkundung von Schule, Kita, Freizeitmöglichkeiten, Vereinen, öffentlichen Spielplätzen, Flächen u.a.
- Organisationshilfe zur Hausaufgabenbetreuung
- Unterstützung beim Spracherwerb und bei der Wohnungssuche
- Hilfe bei der Ausbildungs- und Arbeitsplatzsuche
All dies war nur durch den Einsatz von Patinnen und Paten möglich, die diese Aufgabe ehrenamtlich übernahmen. Auf die Patenschaft wurden die Paten von kompetenten Fachkräften vorbereitet und entsprechend geschult. In den jeweiligen Bundesländern fanden Einführungsveranstaltungen und Qualifizierungsmaßnahmen für Paten statt.
Themen der Qualifizierung waren unter anderem:
- Umgang mit traumatisierten Flüchtlingen
- Flucht und Behinderung
- Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt
- Situation von geflüchteten Frauen
Das Projekt lief seit Januar 2016 und wurde durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Programms „Menschen stärken Menschen“ gefördert.
Ziel des Projektes war es, insgesamt 3.000 Patenschaften zu bilden. Auf den Zentralrat der Marokkaner in Deutschland entfielen hierbei 400 Patenschaften und auf die Ahmadiyya Muslim Jamaat 100 Patenschaften.
Die Patenschaft war unabhängig vom religiösen oder ethnischen Hintergrund und bewusst offen für jeden. Die Achtung der Würde des Menschen sowie sein Wunsch beziehungsweise sein Bedürfnis nach Respekt und Akzeptanz standen im Vordergrund.
Die ehrenamtliche Patenschaft bei der DITIB-Gemeinde zeichnete sich durch dieses Grundverständnis aus, welches durch die folgenden Leitlinien geprägt war:
- Über 11 Regionalkoordinationsstellen wurde das Patenschaftsprojekt bundesweit abgestimmt und durchgeführt (Vernetzung).
- Das Patenschaftsprojekt für Flüchtlinge wurde als wertvoller Beitrag für die Gesellschaft angesehen (Inklusion).
- Regelmäßige Qualifizierung und Schulung waren Gegenstand des Patenschaftsprojektes (Nachhaltigkeit).
- Regionalkoordinatoren waren vor Ort mit der Einführung sowie Begleitung der Patenschaften beauftragt (Zugänglichkeit).
- Sofern es möglich war, wurden Patinnen und Paten beispielsweise in Form von Feedback oder Rückmeldungen in den Gestaltungsprozess des Projektes eingebunden (Partizipation).
- Gegenseitige Vorstellungen, Erwartungen oder Verpflichtungen wurden beim persönlichen Kontakt offen angesprochen (Transparenz).
- Patinnen und Paten hatten die Möglichkeit, sich mit anderen Ehrenamtlern über ihre Erfahrungen auszutauschen (Austauschforum).
- Das Projekt wurde laufend aktualisiert, verbessert sowie weiterentwickelt (Evaluation).
Ansprechpartnerin:
Hüsna Barlak (Projektleiterin)
Abt. Frauen, Familie, Jugend und Soziale Dienste
DITIB – Bundesverband
Venloer Str. 160
50823 Köln
Tel.: 0221/50800-215
E-Mail: husna.barlak@ditib.de
Patenschaftsvereinbarung:
Patenschaftsvereinbarung_Arabisch_Deutsch_Datenschutz_DITIB
Flyer:
Patenschaftsprojekt_Flyer_DITIB

